Die vier Anbieter unterscheiden sich weniger im Preis als in dem, was sie überhaupt anbieten. roadsurfer und Indie Campers kommen aus der Van-Ecke und sprechen eher Paare und jüngere Reisende an, McRent ist der klassische Wohnmobilvermieter mit größeren Fahrzeugen für Familien, und myvanture spielt in einer anderen Größenordnung als regionaler Anbieter im Alpenraum.

Ein direkter Preisvergleich über alle vier ist schwierig, weil die Tarifmodelle unterschiedlich aufgebaut sind: Der eine rechnet Kilometer separat ab, der andere packt sie ins Paket, der dritte macht die Endreinigung optional. Aussagekräftig wird der Vergleich erst, wenn du für dieselbe Strecke und denselben Zeitraum bis zur Endsumme durchklickst. Deshalb ist unten vor allem beschrieben, wo die Stationen liegen und für wen die Flotte passt.

Die vier Anbieter im Überblick
Anbieter Netz laut Anbieter Auf WomoRoute Flotte
roadsurfer rund 100 Standorte in 16 Ländern rund 80 Stationen in 13 Ländern Campervans und Kastenwagen bis etwa 6 Meter
Indie Campers über 100 Standorte weltweit rund 70 Stationen in 19 Ländern Kompaktvan bis Sechs-Personen-Fahrzeug
McRent über 100 Stationen in mehr als 20 Ländern 95 Stationen in 16 Ländern Teilintegrierte und Alkovenfahrzeuge, 6 bis 7,5 Meter
myvanture rund ein Dutzend Stationen in Österreich, Süddeutschland und Norditalien nur die deutschen Stationen regionaler Anbieter im Alpenraum

roadsurfer

roadsurfer betreibt eines der größten Camper-Stationsnetze Europas, laut eigenen Angaben rund 100 Standorte in 16 Ländern mit Fokus auf Campervans und Kastenwagen. Auf WomoRoute ist roadsurfer aktuell mit rund 80 Stationen in 13 Ländern hinterlegt und damit von den vier Anbietern hier am vollständigsten abgebildet.

Die Flotte besteht überwiegend aus VW-Bussen, Ford Nugget und Kastenwagen auf Fiat-Ducato-Basis, also aus der kompakten Klasse bis etwa 6 Meter. Große Alkovenfahrzeuge für sechs Personen findest du hier kaum. Wer zu zweit oder zu dritt reist und Wert darauf legt, auch in Städten parken zu können, ist damit gut bedient; für eine fünfköpfige Familie ist die Auswahl dünn.

Eine Besonderheit ist das umfangreiche Angebot an Einwegmieten zwischen den Stationen sowie günstige Überführungsfahrten, wenn Fahrzeuge saisonal umverteilt werden. Wer zeitlich flexibel ist, findet dort regelmäßig deutlich reduzierte Angebote.

Indie Campers

Indie Campers vs. roadsurfer im direkten Vergleich: Beide kommen aus der Van-Ecke, und bei beiden ist der Reisezeitraum im Buchungslink auf WomoRoute vorausgefüllt. roadsurfer ist hier mit rund 80 Stationen in 13 Ländern hinterlegt, Indie Campers mit rund 70 Stationen in 19 Ländern. Indie Campers bietet zusätzlich Fahrzeuge bis sechs Personen und viele Flughafenstationen in Südeuropa, roadsurfer bleibt bei kompakten Vans bis etwa 6 Meter.

Indie Campers ist ein europaweit tätiger Anbieter mit über 100 Standorten weltweit und einer Flotte von mehr als 10.000 Fahrzeugen. Größenmäßig ist das durchaus mit roadsurfer vergleichbar, Indie Campers ist aber auch außerhalb Europas (u. a. Nordamerika) aktiv. Auf WomoRoute sind mittlerweile rund 70 Stationen in 19 europäischen Ländern hinterlegt. Bei der Länderabdeckung ist das aktuell sogar der Anbieter mit dem breitesten Netz hier.

Die Stärke liegt eindeutig in Südeuropa: Portugal, Spanien, Italien und Griechenland sind dicht abgedeckt, häufig mit Stationen direkt an Flughäfen. Für alle, die anreisen und vor Ort übernehmen wollen, ist das ein spürbarer Vorteil gegenüber Anbietern mit Stationen im Gewerbegebiet außerhalb.

Die Flotte reicht vom Kompaktvan bis zum Sechs-Personen-Fahrzeug und deckt damit ein breiteres Spektrum ab als roadsurfer. Beim Fahrzeugalter gibt es je nach Station Unterschiede. Hier lohnt ein Blick in die Bewertungen zur konkreten Abholstation, nicht nur zum Anbieter allgemein.

McRent

McRent bezeichnet sich selbst als größter Wohnmobilvermieter Europas mit über 100 Stationen in mehr als 20 Ländern und bietet tendenziell größere, vollausgestattete Wohnmobile an. Das passt für Familien oder Reisende, die mehr Komfort und Platz suchen, als ein Campervan bietet. Auf WomoRoute sind mittlerweile 95 Stationen in 16 Ländern hinterlegt und damit von den vier Anbietern hier die meisten Einzelstationen. Anders als bei roadsurfer und Indie Campers lässt sich der Reisezeitraum auf der McRent-Stationsseite aber nicht direkt vorausfüllen, das Datum musst du dort selbst eingeben.

Der Unterschied zu den beiden Van-Anbietern zeigt sich vor allem in der Flotte: McRent vermietet überwiegend Teilintegrierte und Alkovenfahrzeuge zwischen 6 und 7,5 Metern, also die Klasse mit festem Bad, getrennten Schlafbereichen und vier bis sechs Schlafplätzen. Für Familien mit zwei oder drei Kindern ist das häufig der einzige der vier Anbieter, bei dem überhaupt etwas Passendes im Angebot ist.

Das Stationsnetz ist stark franchisegeprägt, das heißt, die einzelnen Standorte werden von lokalen Partnern betrieben. In der Praxis bedeutet das spürbare Unterschiede bei Fahrzeugalter, Ausstattungspaketen und Servicequalität zwischen den Stationen. Ein Blick in die Bewertungen zur konkreten Abholstation lohnt sich hier mehr als bei den zentral geführten Anbietern.

myvanture

myvanture ist tatsächlich der kleine, regionale Spezialist unter den vieren: rund ein Dutzend Stationen in Österreich, Süddeutschland und Norditalien (Bozen). Das ist eine gute zusätzliche Option, wenn eine Station in dieser Region verfügbar ist. Auf WomoRoute sind bislang nur die deutschen Stationen hinterlegt.

Der Vorteil kleinerer Anbieter liegt weniger im Preis als in der Betreuung: kürzere Übergaben ohne Warteschlange, direkter Ansprechpartner bei Problemen und oft mehr Kulanz bei Rückgabezeiten. Der Nachteil ist die geringe Stationsdichte: Einwegmieten quer durch Europa sind hier keine Option, und bei kurzfristigen Anfragen in der Hochsaison ist die Flotte schnell ausgebucht.

Worauf du beim Vergleich achten solltest

Vier Punkte entscheiden in der Praxis mehr über den Endpreis als der beworbene Tagessatz. Erstens das Kilometerpaket: Ob 100, 200 oder unbegrenzt viele Kilometer pro Tag enthalten sind, macht bei einer Rundreise schnell mehrere hundert Euro aus. Zweitens die Selbstbeteiligung, die je nach Anbieter zwischen 1.000 und 2.500 Euro liegt und deren Reduzierung unterschiedlich viel kostet.

Drittens die Pflichtpauschalen (Endreinigung, Küchen- und Bettpaket, Campingmöbel), die bei manchen Anbietern im Preis stecken und bei anderen einzeln dazukommen. Und viertens die Mindestmietdauer: In der Hochsaison verlangen die meisten sieben oder vierzehn Nächte, was ein verlängertes Wochenende im Juli faktisch ausschließt.

Kilometerpaket
100, 200 oder unbegrenzt km / Tag
Selbstbeteiligung
1.000–2.500 €
Mindestmietdauer Hochsaison
7 oder 14 Nächte

Ein weiterer Punkt, der oft übersehen wird: die Erlaubnis für Auslandsfahrten. Nicht jeder Anbieter lässt Fahrten in alle europäischen Länder zu, Osteuropa und Skandinavien sind bei manchen ausgeschlossen oder genehmigungspflichtig. Das steht in den Mietbedingungen und sollte vor der Buchung geklärt sein, nicht danach.

Welcher Anbieter passt zu dir?

Wenn du eine Alternative zu roadsurfer suchst, hängt die passende Wahl davon ab, was dir dort fehlt. Brauchst du mehr Platz für die Familie, ist McRent mit Teilintegrierten und Alkovenfahrzeugen die naheliegende Option. Willst du in Südeuropa direkt am Flughafen übernehmen, passt Indie Campers. Reist du im Alpenraum, kommt myvanture als regionaler Anbieter infrage.

  • Auf WomoRoute mit den meisten Ländern abgedeckt, größte Flotte Indie Campers
  • Auf WomoRoute mit den meisten einzelnen Stationen hinterlegt, großes komfortables Wohnmobil für Familien McRent
  • Zeitraum direkt im Buchungslink vorausgefüllt roadsurfer und Indie Campers (bei McRent musst du Datum/Station selbst eingeben)
  • Regionale Alternative in Österreich/Süddeutschland/Norditalien myvanture

Live-Preise zeigen wir auf WomoRoute aktuell für keinen der vier Anbieter an: Für roadsurfer, McRent und myvanture steht die Freigabe für den automatisierten Preisabruf noch aus, Indie Campers bietet ohnehin keine öffentliche Preis-API. Aktuelle Preise siehst du direkt beim jeweiligen Anbieter. Da sich Verfügbarkeit, Fahrzeugtypen und Preise je nach Route und Zeitraum stark unterscheiden, lohnt sich ein direkter Vergleich für deine konkrete Strecke.

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